Material und Konstruktion

HolzhausKlein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VON DER UNWIRTLICHKEIT UNSERER HÄUSER

Die traditionellen Bauweisen waren fast immer ein Resultat der Knappheit, die lokal verfügbaren Baustellen und Materialien mussten so effizient wie möglich eingesetzt werden. Heute möchten wir auf ein bestimmtes Niveau von Komfort nicht mehr verzichten; niemand möchte mehr Kohlen aus dem Keller hohlen um sich um die einzige Feuerstelle im Haus zu scharen.

Aber gleichzeitig werden wir verführt von einer Industrie für die, mit ihren Technologien nichts mehr unmöglich zu sein scheint. Brauchen wir wirklich den Keller mit weisser Wanne bei hohem Grundwasserspiegel? Macht uns das so viel mehr an Quadratmetern wirklich glücklicher? Wir zahlen einen Preis grösser als die Baukosten: Ausdünstungen von Klebern und Schäumen im Innenraum, Auswaschungen von Fungiziden/ Algiziden aus WDVS ins Grundwasser, Zerstörung der Landschaft durch seelenlose Neubauquartiere, Elektrosmog usw.

Traditionelle japanische Teehäuser hatten eine Grundfläche von teilweise nur 2 Tatamis, die Eingangstür war nur ein Meter hoch. Unser aufgeblasenes Selbst sollte draussen warten.

Unsere Technologien scheinen intelligent, aber unsere Gesellschaften scheinen es nicht zu sein.

 

BAUBIOLOGISCHE BAUKONSTRUKTION

Die leistungsfähigsten Grundmaterialien für das natürliche Bauen sind Holz, Lehm und Stroh. Die ökologische Bauindustrie bietet eine breite Palette von Produkten an, die auf diese drei Grundmaterialien basieren. Aber natürlich kann man auch ein Massivhaus baubiologisch erstellen, und auch der viel gescholtene Stahlbeton kann noch eine Rolle spielen. Allerdings sollte man sich immer darüber im klaren sein das diese Materialien ein vielfaches an Primärenergie enthalten!

Theoretisch kann mit er modernen Haustechnik jedes Haus seinen eingenen Energiebedarf an Wärme und Strom selber herstellen und zB. durch Wärmetauscher, wiederverwenden. Regenwasser kann gesammelt und auf mehreren Ebenen verwendet werden.

Und letztendlich kann uns das einfache Bauen ein Stück Individualität, Autarkie und die Freude am Gestalten und selber Machen zurückgeben.

 

TeehausTür

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25 Grundregeln der Baubiologie

 

Baustoffe und Schallschutz

1. Baustoffe natürlich und unverfälscht
2. Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen
3. Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität
4. Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen

Raumklima

5. Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Materialien
6. Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte
7. Ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung
8. Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperaturen
9. Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel
10. Strahlungswärme zur Beheizung
11. Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd
12. Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen
13. Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen

Umwelt, Energie und Wasser

14. Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung erneuerbarer Energiequellen
15. Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fördernd
16. Zu keinen Umweltproblemen führend
17. Bestmögliche Trinkwasserqualität

Raumgestaltung

18. Berücksichtigung harmonikaler Maße, Proportionen und Formen
19. Naturgemäße Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse
20. Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung

Bauplatz

21. Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen
22. Wohnhäuser abseits von Emissions- und Lärmquellen
23. Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen
24. Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht
25. Keine sozialen Folgelasten verursachend

 

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