Architektur

woodend-sanctuary-pathSchmal

SCHÖNER WOHNEN

Wer einmal Kontakt hatte mit der Bauindustrie wird schnell feststellen, das er es mit einer Industrie zu tun hat die sich kaum von anderen Industrien unserer Marktwirtschaft unterscheidet, wie zum Beispiel der Petrochemie. Natürlich hat dies seine Vorteile wie Effizienz, Normierung und klare Struktur. Aber gleichzeitig haben diese Industrieen die Tendenz Eigendynamiken zu haben, die der Verbraucher schwer kontrollieren kann und die meistens dem Interesse der Industrie dienen (ein gutes Beispiel ist hier die Neufassung der EnEV, die im Sinne der Polystyrol – EPS – XPS – Wärmedämmung verarbeitenden Industrie ausgelegt ist).

Dies Betrift nicht nur Materialien und Konstruktion, sondern auch soziale Aspekte wie Gentrifizierung. Durch sie werden viele Altbauten, die guten, bezahlbaren Wohnraum liefern und oft kultureller Bestandteil eines Stadtraums sind zerstört. Hier wird städtische Vielfalt durch sozial codierte, seelenlose Standardprodukte ersetzt. Ein Vorgang, der hauptsächlich der Immobillienwirtschaft dient, und einem immer kleiner werdenden Kreis von Privilegierten die sich diese Produkte leisten können.

Wie wär’s, wenn wir unseren Bestand wertschätzen. In unseren Städten stehen Häuser die Jahrhunderte alt sind und die von jeder Generation an Ihre Bedürfnisse angepasst wurde. Dies Betrift Architektur und Bauen jeder Dimension, von der Baulücke bis zum Einbaumöbel.

 GRUNDLAGEN

Wir fühlen uns wohler an Orten die einen Charakter haben, hierzu gehört eine Geschichte ein Geschmack, ein Geruch ein Geräusch und natürlich eine Berührung. In der westlichen Kultur haben wir den Begriff der „Schönheit“, als Gestaltungskonzept ist dieser Begriff völlig unbrauchbar. Hierzulande stehen viele Bewohner Ihrer frisch erworbenen Neubauboxen ziemlich hilflos da bei dem Versuch ein Stück Heimat zu erzeugen.

In der Japanischen Teekultur gibt es die Begriffe „Wabi und Sabi“ (the flavour of age – rustic simplicity), diese Begriffe sind hilfreich wenn man Natürlichkeit und Einfachheit bei einem Neubau verwirklichen will. Obwohl Einfachheit ziemlich irreführend sein kann: Eine Stampflehmwand ist eine einfache Konstruktion, aber Ihre Oberflächenstruktur ist hochkomplex.

Interdependenz meint die gegenseitige Abhängigkeit aller Existenz. Diese Vorstellung findet Ihre architektonische Entsprechung in der Verknüpfung des Raums. Hierbei werden Räume nicht linear an einen Flur gereiht, sondern ineinander verschachtelt so das die Räume jeweils Bezüge zu den Umgebenden haben.

 

LehmhausEGBeim Lehmhaus 01 wurde dieses Konzept verwirklicht.

Die Verknüpfung bezieht sich besonderst auf die Umwelt, wobei sich Innen und Aussen auf vielfältige Weise gegenseitig durchdringen.

LehmhausPerspektiveLehmhaus 01 Perspektive

Schreibe einen Kommentar