Schlafraumbelastung durch PVC

Schlafraumbelastung durch PVC

Der dreijährige Sohn der Familie B, wurde jede Nacht durch chronische Hustattacken aus seinem Zimmer vertrieben und musste die Nächte im Zimmer seiner Eltern verbringen. Ärztliche Untersuchungen blieben ohne Befund. Ich wurde von der Familie B um einen Hausbesuch gebeten um eventuelle Innenraumbelastungen zu untersuchen. Mein Verdacht viel sofort auf den relativ neuen Fussboden aus Holzlaminat. Bei der Probenahme wurde unter dem Laminat ein PVC Boden entdeckt, mit einer hellbraunen, ca. 5mm dicken Jutefilz Kaschierung. Dieser PVC Boden wurde warscheinlich in den 1960er Jahren verlegt. Diese Böden stehen unter Verdacht die volgenden Substanzen an die Raumluft abzugegen:

-PAKs (in Kleber, Phenole/Kresole)

-Flammschutzmittel (Hexachlorbenzol/ PCB)

-Weichmacher (Phtalate/ Organzinnverbindungen)

 

Unter dem blauen Laminatboden wird der hellbraune alte PVC Bodenbelag sichtbar.

 

Zur weiteren Vorgehensweise wurden mehrere Vorschläge gemacht:

-Innenraumluft und/oder Hausstaubprobenahme, inkl. Laboranalyse.

-Abdecken und Abkleben des Fussbodens mit einem PE-Folienkarton. Sollte sich das Befinden des kleinen Bewohners verbessern, kann der Fussboden mit ziemlicher Sicherheit als verantwortliche Quelle einer Kontamination angenommen werden.

-Ausbau des gesammten Fussbodenaufbaus und Einbau eines emmisionsfreien Beodenbelags.

 

Die Familie B entschied sich für die letzte Option. Auf Nachfrage nach mehreren Monaten wurde mir bestätigt, das der kleine Sohn der Familie B jetzt wieder in seinem eigenen Zimmer, ohne Hustanfälle durschschlafen kann.

 

Besuch des NZNB

Besuch des fünf stöckigen Strohballengebäudes des NZNB

Am 10.-12. November fand am NZNB in Verden das jährliche Treffen der baubiologischen Beratungsstellen statt. Teil dieses Treffens war die Besichtigung des neuen Verwaltungsgebäudes das als fünfstöckieger Strohballenbau ausgeführt wurde.

NZNB Verden Haupteingang

 

Nebengebäude in Strohballen und Lehmputzausführung

 

Empfangsbereich des EZNB

 

Wandaufbau Innenseite: Strohfüllung zwischen Holztragrahmen, darauf Schilfrohrgewebe als Putzträger, darauf dreilagiger Lehmputz.

Besichtigung des neuen IBN Gebäudes in Rosenheim

IBN FrontEingangsansicht

Am 15.05 hatte ich als Teilnehmer des IBN Kongresses in Rosenheim die Gelegenheit das neue IBN Gebäude zu besichtigen. Das Gebäude wurde ursprünglich in den 50 Jahren als Konsum für ein umliegendes Neubaugebiet errichted. Das Gebäude war eingeschossig und im einfachsten Standart errichtet. Die halbkreisförmige Grundform, die Grundplatte und Teile der Wände wurden erhalten. Das EG beherbergt einen Veranstaltungsraum sowie eine Musterwohnung, das OG beherbergt die Büros. Bei der Renovierung wurde versucht, sämtliche Aspekte des baubiologischen Bauens zu verwirklichen.

RückansichtGartenansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PeletofenPelletofen mit zum Veranstaltungsraum sichtbarer Feuerstelle. Die zum Pelletofen gehörigen Installationen befinden sich in einem Technikraum hinter der Wand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GartenaustrittDer Fusspunkt des Gartenaustritts mit dem Robinienboden, der mit Naturöl behandelt wurde. Robinienholz ist härter als Eiche und dadurch sehr belastbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DübelholzdeckeDie Dübelholzdecke des EGs ist an der Unterseite unbehandelt, die offenen Fugen absorbieren einen Grossteil des Schalls im Veranstaltungsraum. Wegen des gekrümmten Grundrisses mussten die vorgefertigten Platten trapezförmig zugeschnitten werden.

 

 

LehmputzDer mit Naturfasern versetzte Lehmputz, sticht durch seine besonders lebendige Textur hervor.

Besuch beim IBN Kongress 15-16 Mai 15

IBN KongressAm 15 und 16 Mai dieses Jahres hatte ich Gelegenheit am baubiologischen Jahres-Kongress  im Ballhaus in Rosenheim, teilzunehmen. Es waren zwei sehr intensive Tage mit einem sehr dichten Informationsfluss. Ich habe viele neue Anregungen mitgenommen und fühle mich Motiviert an der Verbreitung der baubiologischen Ideale mitzuarbeiten.

 

 

 

 

IBNGebäudeOrginakl Den Anfang machte Winfried Schneider mit seiner Vorstellung des neuen IBN Gebäudes, hier zu sehen in seinem original Zustand von 1950.

 

 

 

 

 

 

 

VortragAnnaHeringerBesonders inspirierend war der Vortrag der Architektin Anna Heringer. Ihre Lehmarchitektur findet auch in seiner Formensprache zu ursprünglichen, ja fast körperhaften Expressionenn zurück.

 

 

 

 

 

 

DefinitionNachaltigkeitAm Samstag stach besonders der Beitrag von Wolfgang Maes hervor, der am selben Tag auch die aktuelle Fassung des Standards der baubiologischen Messtechnik vorstellte.